Info für Kassenpatienten

Information für Kassenpatienten 


Krankenkassen, gesetzliche, wie private,  zahlen ausschließlich Behandlungen von Belastungen mit "Krankheitswert"


NICHT bezahlt werden:

  • Paarberatung und Ehetherapie
  • Coaching
  • Mediation
  • Lebenshilfe und Trainings

Dies sind Beratungsleistungen, die privat zu bezahlen sind.

Sehr häufig sind die Ursachen psychosozialer Probleme und Konflikte im Job und der Familie und Ehe aber durchaus psychologisch relevante und damit klinische Belastungen! 

Gerade in der Corona-Krise wurde erkennbar, wie relevant die eigene psychische Gesundheit und Resilienz für ein gesundes Wohlbefinden ist, und daß eben langandauernde Belastungen wie nun gerade während der COVID-Krise viele sehr negative Effekte wie Burn Out, depressive Phasen usw. enorme Auswirkungen im privaten Leben, Familie, Ehe und Job haben können.

Daher ist es durchaus angemessen und legitim,  abzuklären, inwieweit  aktuelle und akute Probleme und Konflikte in Ihren täglichen persönlichen, familiären und beruflichen Leben lediglich sichtbar gewordene Symptome sind, und tatsächlich aber einen durchaus klinisch relevanten Hintergrund haben könnten, und ob daher möglicherweise eine zumindest Kurzzeit- Therapie angezeigt sein könnte, und dafür die diesbezüglichen Rechnungen der gesetzlichen oder Ihrer privaten Krankenkasse zur Erstattung vorzulegen!

Es genügt dabei der Verweis auf eine psychische Belastung -  für "probatorische Sitzungen"!
Für eine akute Kurzzeittherapie mit 5-20 Sitzungsstunden wird normalerweise nicht weiter nachgefragt, und es muss dazu keinerlei Berichterstattung an die Krankenkasse erfolgen. Dies wäre erst nötig, wenn eine Langzeittherapie (50 oder 100 Sitzungsstunden oder mehr) als notwenig erachtet würde, was man dann beantragen müsste.

Lesen Sie unten, wie Sie vorgehen müssen, um von Ihrer Krankenkasse eine Kostenübernahme oder zumindest einen Zuschuss bekommen zu können!


Sie suchen einen Therapieplatz für eine vom Hausarzt oder einer psychiatrischen Klinik verschriebene ambulante Therapie?


Wenn Sie einen Therapieplatz für eine Psychotherapie suchen, haben Sie sicher schon festgestellt, daß es extrem schwierig ist, einen solchen zu finden. Angesichts der extremen Überlastung kassenzugelassener Praxen für Psychotherapie kommen immer öfters sowohl Privatklienten und Privatpatienten als Selbstzahler zu mir bzw. es werden auch für meine Privatbehandlungen von Privatkassen, aber auch von gesetzlichen Krankenkassen immer öfters Therapiestunden ganz oder teilweise erstattet. 
Private Krankenversicherungen haben je nach Vertragsumfang die Möglichkeit einer psychotherapeutischen Behandlung und/oder Heilpraktikerleistungen (als Dipl.Psych. ist man automatisch HP für Psychotherapie).
Bitte klären Sie Ihre Erstattungsmöglichkeiten dort, es geht aber ähnlich wie hier unten beschrieben.

Was Sie dazu wissen müssen und wie Sie vorgehen können:

  

Wenn Sie eine Überweisung Ihres Hausarztes für eine Psychotherapie haben, so benötigen Sie normalerweise für eine  EINZELTHERAPIE  einen Therapieplatz bei einem  approbierten, kassenzugelassenen "Psychologischen Psychotherapeuten".

Das sind  Psychologen, die sich nach dem Diplom der Psychologie (praktisch wie ein Facharzt) klinisch weiterbilden,  nochmals 3 Jahre Ausbildung in einer Psychiatrischen Klinik absolvieren und diese können sich dann zur Kassenzulassung approbieren lassen. 
Diese behandeln dann tiefenpsychologisch, analytisch oder mit Verhaltenstherapie. Zuerst müssen Sie versuchen, einen Therapieplatz bei einem der von Ihrer Krankenkasse vorgeschlagenen kassenzugelassenen Therapeuten zu finden. Die von Ihrer Krankenkasse zugelassenen Psychotherapeuten erfahren Sie durch eine Anfrage dort.

Sie müssen dann zunächst die von Ihrer Kasse auf der Zulassungsliste  genannten Psychologischen Psychotherapeuten abtelefonieren.


Tip: da Sie Ihre Bemühungen nachweisen müssen, schreiben Sie genau auf, wann (Datum, Uhrzeit) Sie wen (Name, Therapeut/in? Assistent/in?) angerufen haben und was das Telefonat gebracht hat.
Diese Liste von (normalerweise) 5 oder mehr Ablehnungen benötigen Sie als Nachweis für Ihre Krankenkasse, wenn Sie dort Ihren Anspruch auf eine Therapie durchsetzen wollen!


Leider sind kassenfinanzierte Therapieplätze völlig überlaufen, so dass Sie mit sehr langen Wartezeiten rechnen müssen. Sie haben zwar gesetzlichen  Anspruch auf einen Therapieplatz, jedoch sind 3 Monate Wartezeit rechtlich zulässig.  
Immerhin  können Sie die Krankenkasse dringlich darauf hinweisen, dass eigentlich nicht SIE sich einen Therapieplatz SUCHEN müssen, sondern die Kasse Ihnen einen nennen muss, und zwar einen verfügbaren, und nicht nur die Telefonnummer eines theoretisch in Frage kommenden Therapeuten (der dann keinen Termin hat)!  In Praxis läuft es aber wie oben. Aber man kann mit diesem Argument schonmal etwas Druck machen.

"Nottherapien" bei den nur sehr dürftig ausgebildeten Heilpraktikern ("für Psychotherapie") wurden bereits vielfach in den Medien und Fach- wie Publikumspresse sehr kritisch kommentiert, und ich rate davon ausdrücklich ab!  


Kostenerstattungsverfahren

Sie können bei Ihrer Krankenkasse die Kostenübernahme für 10 oder 20 "probatorische Sitzungen" bzw. eine "Kurzzeittherapie" beantragen! Darauf haben Sie Anspruch im "Kostenerstattungsverfahren", denn gemäß § 13 Absatz 3 SGB V sind gesetzliche Krankenkassen  grundsätzlich verpflichtet, eine wohnortnahe Versorgung ihrer Versicherten flächendeckend zu gewährleisten.
Das ist in vielen Fällen (meistens sogar) nicht der Fall. 


Sie müssen also der Kasse nachweisen:

  • daß Sie sich intensiv, aber vergeblich bemüht haben, einen Therapieplatz bei einem niedergelassenen Therapeuten zu finden (Nachweisliste)
  • daß auch keine (auch 5)  der "Termin-Servicestellen" einen zeitnahen Termin anbieten konnte
  • Dringlichkeit vom Hausarzt oder Facharzt für Psychiatrie testiert.  Empfohlen ist die Formulierung, dass eine Psychotherapie umgehend geboten sei, um eine Verschlechterung der Symptome zu verhindern.
  • nochmalige schriftliche Aufforderung an die Krankenkasse, Ihnen zeitnah (binnen 1 Woche) einen Psychotherapeuten zu nennen, bei dem Sie auch zeitnah einen Termin erhalten!
  • danach suchen Sie sich selbst einen Therapeuten und beantragen Sie VOR Behandlungsbeginn bei der Krankenkasse die Erstattung der dafür anfallenden  Kosten nach § 13 Absatz 3 SGB V.
  • Kurzbericht des Therapeuten über das Erstgespräch und die Ersteinschätzung
  • wird dies abgelehnt, kann man als Versicherte Widerspruch einlegen.
  • der Antrag auf Kostenerstattung muss immer VOR Behandlungsbeginn erfolgen und von Ihnen selbst gestellt werden
     

Bei mir können Sie kurzfristig Ihre Sitzungen und Therapie bekomme.
Ich bin Diplom-Psychologe, jedoch nicht approbiert und habe keine Kassenzulassung. 
Dennoch können Sie bei dringlichen  Diagnosen (z.B. Burn Out) einen Kostenerstattungsantrag bei Ihrer Krankenkasse stellen, denn ich arbeite auf Grundlage der kognitiven Verhaltenstherapie.
Gerade die kognitive Verhaltenstherapie bietet hervorragende Ergebnisse bei Kurzzeittherapien bis 20 Stunden. 
Oft helfen auch "probatorische" Sitzungen (meist 10 - 20 Std) über die akute Problematik und erleichtern evtl. auch übergangsweise die Wartezeit auf einen Therapieplatz bei einem kassenzugelassenen Therapeuten, der oder die dann nötigenfalls eine Langzeittherapie (50 und mehr Sitzungen) durchführt.

Bei Paarcoachings ist das normalerweise nicht notwendig, hier genügen meist 4-5 Sitzungen mit je 2 Sitzungsstunden oder ein Kompaktworkshop.

Sie  können (bei vielen Privatkassen möglich) möglicherweise auch einen Antrag auf eine (übergangsweise) Behandlung bei einem Heilpraktiker stellen - und dann bei mir Termine bekommen, denn als Diplom-Psychologe bin ich automatisch auch Heilpraktiker für Psychotherapie.

Um die Situation und Behandlungsmöglichkeit zu klären, kann ich Ihnen meist kurzfristig einen Termin anbieten. 

Bitte beachten Sie: ich rechne auch bei einer Kostendeckungszusage nicht mit der Kasse direkt ab, sondern stelle Rechnung an Sie (die sofort fällig ist, unabhängig davon, ob oder was die Kasse erstattet) und Sie erhalten dann von der Krankenkasse den Betrag entsprechend Ihrer Versicherungsvertragsleistung erstattet.  Wenn die Kasse nur einen Zuschuss leistet, ist der Rest steuerlich absetzbar.

 

Tele-Konsultation - schnell und bequem

Beratungen werden per Telefon, Skype, whatsApp-Video durchgeführt. 
Vorteil ist eine weitaus flexiblere Terminplanung, so daß Sie auch kurzfristig oder zeitnah gestaffelte Beratungen in   Anspruch nehmen können.
Wenn Sie wenig Zeit haben, kann ein 2-3 tägiger Intensiv-Workshop vereinbart werden, dies entweder unter der Woche, aber auch gerne am Wochenende. 

Über das verlinkte Anfrageformular können Sie ein telefonisches Erstgespräch vereinbaren